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Staatsgeschichte
Das Gesicht und die politische Machtverteilung Arcors war im neunten
Jahrhundert durch Stämme geprägt und deren Untergruppierungen in Sippen
und Lineages. Große Teile des heutigen Staatsgebiets des Großherzogtums
wurden durch die folgenden fünf Stämme dominiert: den Aarensteinern, den
Baerdey, den Hagen, den Quinter und den Swista. Nach Jahrzehnten und
Jahrhunderten des Kampfes lebten die Stämme bis zum späten neunten
Jahrhundert friedlich nebeneinander. Im Jahre 854 übernahm Haakon I. die
Führung des Stammes der Aarensteiner und durch die Kesselschlacht bei den
Lander Sümpfen, im Jahre 866, gelang es Ihm die Führung aller fünf Stämme
zu übernehmen. Durch die gewaltsame Einigung gilt Haakon, Sohn Brunholds
IV., als erster Herrscher Arcors. Das Wort Arcor findet in der Geschichte
zum ersten Mal 871 Erwähnung. In einem Kaufvertrag trägt Haakon unter
anderem den Titel "Herrscher des Gebiets Arcor". Heute bezeichnet
man Haakon als einen Ur-Herzog, tatsächlich ist es aber so, dass der
Begriff Herzog damals in Arcor nicht bekannt war und Haakon sich selber nie
als solcher bezeichnet hat. Haakon folgten noch fünf weitere so genannte
Ur-Herzöge. Der erste Herzogs-Herrscher Arcors, der wissenschaftlich
bewiesen den Titel Herzog trug, war der im zehnten Jahrhundert regierende
Karl II. Diesem gelang es auch die fünf Stämme endgültig zu vereinen und damit
gilt er als der Vater der Nation und Einiger des arcorianischen Volkes.
Zwischen der Mitte des 11. und dem Anfang des 12. Jahrhunderts dehnt
sich das Staatsgebiet kontinuierlich aus, bis es seine heutige Gesamtgröße
erreicht hatte. Die Ausdehnung betraf vor allem einige Teile der heutigen
Provinzen Adlerberg und Faaren. Durch Erlasse des Herzog wurden die
Möglichkeiten des Handels verbessert und die ersten Reedereien und Werften
öffneten das Tor zur Welt. Der geplante und logistisch aufwendige Handel erreicht
einen zentralen und maßgeblichen Stellenwert innerhalb des Herzogtums.
Willibald I. ließ wenig später, im Jahre 1160, offiziell die Stadt Arcor,
welche heute Arcor City heißt, gründen und erklärte sie zugleich zur
Hauptstadt. Im Zentrum der damaligen Stadt wurde das alte Jagdschloss
Tugendbrunn zur Residenz Schloss Neubrunn ausgebaut und diente dem
damaligen Herzog als Kraft- und Inspirationsquelle. Schnell wurden die
umliegenden Regionen besiedelt und es entstand eine kulturell-ökonomische
Weltstadt.
Im Jahre 1180 bricht der 65jährige Krieg aus und stürzt das gesamte
Land in ein furchtbares Chaos. Adlige und Fürsten wollten den Herzog
Willibald III. stürzen und die Herrschaft über das Staatsgebiet übernehmen.
Ab 1198 beanspruchen mehrere Fürsten den Titel des Herzogs und ernennen
sich selber zum Herzog Arcors. Von 1198 bis 1245 wird das Land von drei
Herzögen gleichzeitig regiert. Die Nation drohte auseinander zu brechen und
die Bevölkerung erleidet Jahre des Elends und Krieges. Dank des diplomatischen
Geschickes von Herzog Williband VI. und einer für die revoltierenden
Fürsten vernichtenden Entscheidungsschlacht im heutigen Wissdorf, setze
sich schlussendlich das Geschlecht der »von Arcor« durch.
Die folgenden 200 Jahre verliefen überwiegend ruhig. Es gab nur wenige
innenpolitische Probleme und die Fürsten, welche massiv in ihren Rechten
beschränkt wurden, begehrten nur noch selten auf und wenn, dann eher
halbherzig. Kurz vor seinem Tode verlieh Herzog Adilbert I. der Stadt Arcor
ein neues Stadtrecht auf der Verfassungsgrundlage der herrschaftlichen
Oberhoheit. Die 200jährige friedliche Phase wird heute als Blüteepoche
bezeichnet, da das ganze Land erneut wirtschaftlich, aber vor allem auch
kulturell aufblühte. 1348 besteigt Herzogin Juliana I. den Thron und wird
damit die erste weibliche Herrscherin über das Herzogtum. Mehr als 19 Jahre
führt Sie die Geschicke des Landes und Arcor erlebt eine Phase der
innenpolitischen Stabilität, welche von großen kulturellen Förderungen
begleitet wurde. In diesem Zeitraum werden auch die ersten exakten
Landkarten des Herzogtums erstellt und Erik der Stifter gründet, unter
Veranlassung und Beihilfe der Herzogin, die erste Universität des Landes in
der Hauptstadt Arcor.
Ab 1460 kommt es zu Spannungen zwischen dem Herzog Kunibrand I. und dem
Fürsten Eugen von Westenhag, da dieser mehr Rechte für die Fürsten fordert
und die Herrschaft über das Herzogtum an sich reißen möchte. Die Situation
spitzt sich bis 1462 immer weiter zu und entlädt sich durch den Ausbruch
des so genannten Herzog-Fürsten-Kriegs. 1444 stellen sich die
südlichen Landesteile hinter den Fürsten Eugen von Westenhag und erneut ist
die Existenz des Herzogtums bedroht. Entgegen der Politik des Ausgleiches,
welche die Willibaldherzöge führten, geht Herzog Kunibrand resoluter vor.
Innerhalb von drei Jahren ist der Krieg geschlagen und wird durch eine
Massenhinrichtung der Rebellen offiziell für beendet erklärt.
Der Herzog-Fürsten-Krieg gilt als letzter großer Krieg des Herzogtums. Die
Fürsten wurden danach völlig entmachtet, hatten nur noch repräsentative
Rechte und durften weiterhin ihre Titel im Namen tragen. Das Herzogtum
erlebte wieder eine lange Phase der Stabilität. Diese Phase wurde durch die
Politik der Gunterherzöge eingeleitet, die sich in wesentlichen
Teilen an der Politik und Führung der Herzogin Juliana orientierten, welche
sich immer noch bewährte. Im Jahre 1510 wird die so genannte
Siedlerbewegung von Kunibrand II. initiiert. Das Hauptziel dieses Projektes
war die Besiedlung und Domestikation unbewohnter Regionen im Herzogtum. Im
Zuge dieser Bewegung wurde unter anderem auch die Stadt Sava am Laaren im
Jahre 1590 gegründet, welche die heutige Provinzhauptstadt des Kronlandes
Adlerberg ist. Einher mit dieser Bewegung entstanden zwischen 1558 - 1566
das Landesarchiv, das Kunsthistorische Museum Arcor und das
Volksgeschichtliche Museum Arcor.
Weitere 200 Jahre später wurden im Rahmen der Aufklärung, unter
Herzog Frankan III., zahlreiche Reformen durchgeführt. So wurde die
Todesstrafe und Folter abgeschafft, die theoretische Pressefreiheit
eingeführt, eine Föderalismusreform durchgeführt, der Besuch einer Schule
wurde Pflicht und das Gesundheitswesen wurde verbessert. Durch die
Föderalismusreform wurden die letzten Überbleibsel der Fürstenzeit beseitigt
indem die Kronländer Arcor, Adlerberg und Südland eingeführt wurden.
1860/61 gilt als die Zeit der Bürgerrevolution. Da sich Herzog
Bernhelm I. zum König krönen wollte, kam es zu einem Aufstand des
Großbürgertums der Stadt Arcor und später auch in einigen anderen Teilen
des Landes. Der Herzog ließ zwar die Rebellen verhaften und erhängen,
verstieß damit aber gegen die Reformen des Herzogs Frankan III.. Ein Sturm
der Entrüstung brach los und das gesamte Herzogtum und Teile der
Streitkräfte beteiligten sich nun an dieser Revolution. Nachdem Bernhelm
keinen Ausweg mehr aus dieser Situation sah, gab er den Forderungen der
Bürger nach und musste zuletzt sogar Machtansprüche abtreten. Aus der absoluten
Monarchie wurde eine parlamentarische Monarchie. Als erster Staatskanzler
wurde Ludwig von Staan ernannt, welcher am 23.12.1860 die erste demokratische
Verfassung verkündete. Bis zum Februar 1861 revoltierten noch einige
Teile des Herzogtums und forderten die völlige Abschaffung der Monarchie,
diese Forderungen konnten sie jedoch nicht durchsetzen. Vier Jahre später,
am 03. Juli wird ein Attentat auf Staatskanzler Ludwig von Staan verübt,
dieses missglückt aber. Der Täter war Hans G. Irslatin, ein Anhänger der
absoluten Monarchie. Nach der Ära Staan wurde eine Verwaltungsreform unter
Staatskanzler Lüdger eingeleitet. Unter anderem wurde so das Sozial-,
Bildungs- und Gesundheitswesen wesentlich überarbeitet und reformiert. Die
Änderungen fanden enormen positiven Anklang bei der Bevölkerung und die
demokratischen Geflechte begannen sich zu festigen. Im Verlaufe der
Verwaltungsreform wurde das Kronland Südland im Jahre 1898 in die
Kronländer Midarcor, Faaren und Westenhag aufgeteilt.
1940 kommt es zu einer starken Rezession aufgrund der Überschuldung
des Staates, hohe Inflation und Arbeitslosigkeit. Eine Streikwelle durchzog
das Land, vor allem in den staatlichen Betrieben, die nicht in der Lage
waren die Löhne für die Arbeiter auszuzahlen. 1945 wird unter Herzog Jensen
II. eine große Wirtschaftsreform eingeleitet und eine neuen
Verfassung verabschiedet. Das Herzogtum beginnt sich langsam wieder vom
Zusammenbruch der Wirtschaft zu erholen.
In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts werden Eisenbahn und
Schifffahrt drastisch ausgebaut um den strukturell benachteiligten Gebiete
zu einem Aufschwung zu verhelfen. Unter anderem kommt es auch zur Planung
der A5, welche die Insel Dumland vom Norden bis zum Süden durchqueren soll.
Die A5 wird jedoch nie gebaut. 1979 folgt Herzog Julian I. von Arcor,
seinem Vater Jakob IV. auf den Thron.
Am 27/28. Mai 2003 bricht der Tages-Krieg zwischen der Republik
Barqueswi und dem Herzogtum aus. Die Gründe und der genaue Verlauf des
Krieges konnte nie völlig aufgeklärt werden. Gerüchte, dass sich der Herzog
in diesem Zeitraum in der Gewalt der barqueswischen Freiheitskämpfer
befand, wurden nie durch das Herzogshaus bestätigt. Am 01. Juni 2003
unterzeichnen die beiden Staaten unter der Führung von Günter von Reggin
und Chris Bardeij einen Friedensvertrag und zwei Tage später schließt sich
das Herzogtum der Republik Barqueswi an und wird ein Protektorat der
Republik. Am 24. September 2003 erlangt das Herzogtum Arcor seine erneute
Unabhängigkeit und erhebt sich selber zum Großherzogtum. Im Oktober 2004
beginnen diplomatische Gespräche mit dem Freistaat Murnau, welche
eine Integration Murnaus in das Großherzogtum Arcor beinhalteten. Am
28.12.2004 unterzeichnen Martin Andernach und Chris Bardeij den so
genannten Einheitsvertrag, mit dem der Freistaat in das
Großherzogtum als sechstes Kronland aufgenommen wurde. Im Verlauf der
nächsten Jahre wurde das Großherzogtum durch die amtierenden Regierungen so
weit reformiert, dass aus den anfänglichen sechs Kronländer vier geworden
sind.
Im Juli 2005
verfiel das Großherzogtum Arcor in große Trauer: Großherzog Julian von
Arcor trat aus dem Leben. Mit ihm ging eine besondere Persönlichkeit in die
Analen des Großherzogtums ein. Testamentarisch verfügte er die Übernahme
seines Amtes durch Jakob von Arcor, dem Sohn eines Bruders der Großherzogs.
Dieser regierte nur drei Monate und reichte den Titel dann an Carmen de
Mora y Aragon, verwitwete de Mora-Trauenstein, weiter.
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